Leben und Lernen mit Hund
In unserer heutigen Gesellschaft, in der uns der Hund mehr als Sozialpartner und Familienmitglied, denn als Arbeitstier dient, ist ein gut erzogener Hund unabdingbar. Ein Hund, der im Haus über Tisch und Bänke springt und draußen nur seine eigenen Wege geht, ist nicht nur anstrengend sondern kann zu einem wahren Albtraum für alle Beteiligten, und auch Unbeteilgten, werden. Trotzdem - oder gerade deswegen - darf und soll der Hund auch ein Hund bleiben dürfen. Mit artspezifischen Grundbedürfnissen und somit dem Anspruch auf ein hundgerechtes Leben.
Die meisten Problemsituationen mit Hunden entstehen durch Mißverständisse in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Hunde senden Signale aus, die wir Menschen oft gar nicht bemerken oder aber falsch deuten. Ebenso kann unsere Körpersprache auf Hunde sehr irreführend wirken. Wir Menschen setzen meist voraus, daß unser Hund lernen muß, uns zu verstehen. Dabei sollte es umgekehrt sein.

Die Grundvoraussetzung für ein harmonisches Miteinander mit Hunden sollte nicht nur eine liebevolle und konsequente Erziehung, sondern auch gegenseitiges Verstehen und Respekt sein. Nur so kann sich ein Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund entwickeln und der Hund einen adäquaten Platz in der Familie einnehmen.
Hunde sind überaus soziale Lebewesen, die ebenso wie wir Menschen Angst, Schmerz und Freude empfinden und einen respektvollen und liebevollen Umgang verdienen, so wie wir es uns auch für uns wünschen.
Kathrin Korthauer

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